STÄRKEN vor Ort war ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Programm wurde von 2009 bis 2011 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union finanziert.

Projektbeteiligte ziehen ihr Resümee ...
NürnbergSüdstadtSt. Leonhard/Schweinau Gostenhof/Muggenhof

STÄRKEN vor Ort hatte zum Ziel, die soziale, schulische und berufliche Integration von benachteiligten jungen Menschen und Frauen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben zu unterstützen. Durch Aktivierung sollten die Jugendlichen und Frauen mehr Möglichkeiten zur Teilhabe, Chancengleichheit und Bildung gewinnen. Kleinprojekte mit dieser Zielsetzung konnten bis zu 10.000 Euro Förderung erhalten.

Träger von Mikroprojekten berichten ...
Südstadt 201120102009St. Leonhard/Schweinau 201120102009
Gostenhof/Muggenhof 201120102009

Die Stadt Nürnberg beteiligte sich an STÄRKEN vor Ort und hatte für die Programmumsetzung beim Jugendamt eine Lokale Koordinierungsstelle eingerichtet. Diese war für die Erstellung von lokalen Aktionsplänen zuständig. Sie sorgte weiter für den Kommunikationstransfer auf lokaler Ebene, baute örtliche Netzwerke auf, initiierte, unterstützte und begleitete Mikroprojekte und leitete die Fördermittel an diese weiter.

Fotos aus den geförderten Stadtteilen  ...
Südstadt • St. Leonhard/Schweinau Gostenhof/Muggenhof

Die Programmumsetzung erfolgte dezentral in den drei Stadtteilen „Südstadt", „St. Leonhard/Schweinau" und „Gostenhof/Muggenhof" unter Einbindung der Menschen vor Ort. Neben der Stadtverwaltung waren vor allem die lokalen Netzwerke und Bewohner/-innen aufgerufen sich zu beteiligen. Diese Personen bestimmten die Schwerpunkte der Umsetzung des Programms und entschieden in Begleitausschüssen eigenverantwortlich über die Förderwürdigkeit von Mikroprojekten.

Das Programm STÄRKEN vor Ort war Bestandteil der Initiative JUGEND STÄRKEN, mit der das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein deutliches Zeichen für eine starke Jugendpolitik und die bessere Integration junger Menschen in Deutschland setzt. Die Initiative JUGEND STÄRKEN verknüpft bundesweite Programme zu einem Netzwerk und bietet Jugendlichen mit schlechteren Startchancen fachkundige soziale, schulische und berufliche Unterstützung.

Die vier Säulen der Initiative JUGEND STÄRKEN bestehen aus eigenständigen Programmen: STÄRKEN vor Ort, KompetenzagenturenJugendmigrationsdienste und Schulverweigerung – die 2. Chance. Die Programme der Initiative zielen auf die Integration von jungen Menschen, die einen besonderen Unterstützungsbedarf haben. Mit aufeinander abgestimmten Methoden sind sie auf die spezifischen Bedürfnisse der Jugendlichen ausgerichtet. Sie motivieren zu einem neuen Anlauf beim Schulbesuch; sie vermitteln berufspraktische Erfahrungen oder beraten beim Übergang von Schule in den Beruf, sie stärken vorhandene Kompetenzen und geben Unterstützung bei der Bewältigung sozialer Konflikte.

Stadtkartenausschnitte: Wiedergabe mit der Genehmigung der Stadt Nürnberg, 
Amt für Geoinformation und Bodenordnung - Nr. 344

»Meine
Werkzeugkiste
wird langsam immer voller.
Was brauche ich eigentlich
noch den Typen?«
(U. L., 19 Jahre,
Ausbildungsabbrecherin, 
World of workcraft)

»Interkulturelle
Erfahrungen sind eine
Bereicherung für mich.«
(Ingrid Bauer, 66 Jahre, Trainerin,
Teilqualifizierung in der
Altenpflege)

»Hätte nie gedacht, 
dass das Arbeiten in einer
Autowerkstatt auch einem Mädchen
so viel Spaß machen kann! Die
werden noch von mir hören!«
(Ayse, 14 Jahre,
Pimp our car)

»Ich will unbedingt
'nen technischen Beruf.
Nur Büro ist doch voll langweilig.
Beim Handwerk sieht man jeden 
Abend, was man gemacht hat.
Ist bestimmt ein gutes Gefühl!«
(Teilnehmerin,
Berufe Info Tag für Mädchen)

»Mir hat an
diesem Tag gefallen, dass
ich mein Selbstbewusstsein
gestärkt habe.«
(Sascha, 15 Jahre,
Fit für den Beruf)

»... ich weiß jetzt,
was ich besser machen 
muss, Tür schließen und 
aufrechte Haltung ...«
(Anton, 14 Jahre,
Lernoffensive)

»Das negative,
vorurteilsbelastete Bild
von Förderschülern ist völlig
überzogen – ich wurde eines
Besseren belehrt.«
(Honorarkraft, Medienwerkstatt –
Maxi-Keller/Jobreporter)

»Die gehen
gar nicht mehr heim.«
(Honorarkraft, Handwerker-
und Catering AG)

»Die haben
mich wirklich zum
Vorstellungsgespräch 
eingeladen!«
(F. A., Schülerin, 16 Jahre, 
Erkenne deine Stärken)

»Die Jungs
waren spitze, ist 
doch klar, dass sie
manchmal viel Unterstützung 
brauchen.«
(Frank Baatge, Kfz-Meister /
Auto Zentrum Nürnberg-Feser,
Pimp our car)

»Diese Mikroprojekte
erinnern auch an den Slogan
von „Global denken, lokal handeln".
Gerade mit einer Schulbibliothek
versucht man ja auch, Horizonte zu
erweitern und zu öffnen.«
(M. Weber, Honorarmitarbeiter,
Büchertreff)

»Es macht Spaß,
mal etwas anderes zu machen,
das vielleicht nicht jedes Mädchen
macht und einen Blick in einen
handwerklichen Bereich zu werfen,
den eigentlich nur
Jungs machen.«
(Melek Özgen, Schülerin,
Workshop: Das Foucaultsche
Pendel)

»Alle Schüler/-innen 
suchten selbstständig
einen Praktikumsplatz und
keiner hat sein Praktikum vorzeitig
abgebrochen – das ist in den
letzten Jahren nie
passiert!«
(Lehrkraft des Förderzentrums
zum Projekt Medienwerkstatt – 
Maxi-Keller/Jobreporter)

»Gebt den
Jungs den Auftrag,
der ihnen Spaß macht,
dann bekommen
die alles hin.«
(Projektträger, EssBar)

»Es gibt
kein schlechtes Gedächtnis,
nur ein untrainiertes.«
(Nsiri Nozha, 40 Jahre, Teilnehmerin,
Teilqualifizierung in der Altenpflege)

»Ich lerne
viel selbst dazu, 
wenn ich anderen
Kindern was erkläre.«
(Ahmet, 14 Jahre,
Lernoffensive)

»Ich habe
mir Gedanken darüber
gemacht, in welchen Bereichen ich
arbeiten möchte und was ich
leisten kann.«
(Migrantin, über 25 Jahre,
Fit am Computer –
fit für die Arbeit)

»Ich wusste
gar nicht, wie viele
Möglichkeiten es nach
der Ausbildung 
noch gibt.«
Teilnehmer/-in,
Verbündet für Bildung

»Auf unsere
Arbeit können wir
wirklich stolz sein, mir hat
sie viel für meine Ausbildung zum
Kfz-Mechatroniker gebracht!«
(Johann, 16 Jahre,
Schüler der ersten Gruppe,
Pimp our car)

»Die Jungs
sind der Hammer!«
(Besucher beim Stadtteilfest,
EssBar)

»Ich bin stolz
drauf, von Anfang an
mit dabei gewesen zu sein, bei
meinem Vorstellungsgespräch 
kam es total gut an, dass
ich Tutor bin.«
(Ali, 15 Jahre,
Lernoffensive)

»Ich werd' 
sowieso Koch!«
(Jugendlicher,
Handwerker- und 
Catering AG)

»Ich habe
immer gedacht, die 
Hauptschule ist eine Sackgasse, 
aber da kann man ja trotzdem 
noch ganz weit kommen.«
(Teilnehmer/-in,
Verbündet für Bildung)

»Nun weiß ich,
dass ich mich nach
der Schule als Hotelfachfrau
bewerben will.«
(Schülerin, Medienwerkstatt – 
Maxikeller / Jobreporter)